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Historischer Rundwanderweg Bayern/CZ
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Turistika
13,14 km
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Turistika a stopovanie
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Historischer Rundwanderweg Bayern/CZ

Vzdialenosť
13,14 km
Trvanie
03:30 h
Ascent
123 hm
Hladina mora
612 - 704 m
Stiahnutie skladby
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Historischer Rundwanderweg Bayern/CZ
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13,14 km

Historischer Rundwanderweg Bayern/CZ Die Wanderung, mit einer Länge von ca.14 km führt Euch durch die letzten Jahrhunderte. Angefangen mit der Ansiedlung im 17. Jahrhundert bis hin zur Glasindustrie mit...

Opis

Historischer Rundwanderweg Bayern/CZ

Die Wanderung, mit einer Länge von ca.14 km führt Euch durch die letzten Jahrhunderte. Angefangen mit der Ansiedlung im 17. Jahrhundert bis hin zur Glasindustrie mit ihren ersten Fabriken über den 1. und 2. Weltkrieg, dem Kalten Krieg und jetzt das Grüne Band. Der 346 Kilometer lange bayerisch-tschechische Grenzstreifen weist eine Fülle von wertvollen Lebensräumen, Tier- und Pflanzenarten auf, die als einzigartiges Naturerbe geschützt werden muss. Ein lebendiges Denkmal Europas vor unserer Haustüre. Heute Wandern wir sozusagen den kleinen Glasschleifererweg auf tschechischer Seite.

Warum Glasherstellung in unserer Region:

Von Babylon bei Domažlice über Pobézovice bis nach Tachov und Světec zieht sich in zahlreichen Ausläufern ein Quarzband durch den Oberpfälzer Wald bzw. auf tschechisch „Český les“. Besonders hier bauten die Glasmacher hochwertigen Quarz ab. In Hammerwerken (auch Pocher genannt), die von den Wildbächen der Wälder angetrieben wurden, mahlten sie den Quarz zu Sand. Der Quarzsand wurde zusammen mit gemahlenem Kalk und Pottasche (Kaliumkarbonat) zum hauptsächlichen Bestandteil des Glasgemenges einer Mischung, die in Glaserpfannen zu Glas geschmolzen wurde. Manchmal gab man auch zerschlagene Glassplitter hinzu, was die Schmelze beschleunigte und gleichzeitig eine Wiederverwendung von Abfällen darstellte. Die Zusammensetzung des Gemenges war das Geheimnis des Schmelzers. Vom richtigen Verhältnis hing das Gelingen der ganzen Schmelze ab.

Seit letztem Jahr wird an die untergegangenen Dörfer (Zaniklá Ves) mit grünen Schildern in Deutsch und Tschechisch erinnert.
Es gibt auch ein sehr interessantes Buch: Die Geschichte von 45 Verschwundenen Dörfern, Weilern und Einöden.
Das Buch kann beim Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee oder in Ebay erworben werden.
Auch im Internet kann man weitere Infos finden.

Start am Grenzübergang Waldheim:
Hier marschierten am 10.10.1938 20.000 Soldaten ins Sudetenland ein. An die 20 Stunden dauerte der Grenzübertritt der 20 000 Soldaten, die nicht für Waidhaus den Befehl erhalten hatten, sondern für den kleineren Übergang Waldheim. Heute ist der Grenzübergang nur für Fußgänger und Radfahrer geöffnet.

Rechts im Wald Gruft.
Nachdem Fürst Lobkowitz 1807 sich von Störnstein zurückzog und dieser Landstrich, zu dem auch Georgenberg gehörte und das bayrisch gelegene Herrschaftsgebiet an Bayern zurückgab, verließ er auch das Gut Waldheim.
1811 wurde dieses Gut von Baron Kotz von Dobrz gekauft. Dieser verkaufte es 1814 an Baron Malowetz von Malowitz aus Kosar (Kosoř bei Prag). Etwa um 1830 baute der Baron im Schlossgarten eine Fami-liengruft mit einer Kirche, in der Seelengottesdienste für die Familien-angehörigen zelebriert wurden. 1902 wurde der letzte Sohn des Baron in dieser Gruft bestattet.
Im Frühjahr 1919 besetzten tschechoslowakische Soldaten das Grenzland zu Bayern. In dieser Zeit öffneten unbekannte Täter gewaltsam die Gruft, die seit dieser Zeit nie mehr verschlossen wurde. 1942 wurden die sterblichen Überreste in einen großen Sarg gelegt und auf dem Friedhof in Neulosimthal (Jedlina) zur letzten Ruhe umgebettet.

Waldheim (Zahájí)
1930 gab es im vorderen und hinteren Waldheim 48 Anwesen mit 304
Einwohnern, die überwiegend deutscher Nationalität waren.
Der verschwundene Ort Waldheim hat eine bemerkenswerte Geschichte. Der Gründer der Glashütte, des Herrenhauses, des Hofes und der Ortschaft war der Glasunternehmer Paul Schürer. Er kaufte den Grenzwald, auf dem er 1607 Waldheim gründete, von Kaiser Rudolf II. Nach Schürer, der auf Druck der pfälzischen Wirsbergs gehen musste, gab es viele weitere Besitzer. Im Jahr 1666 kaufte die Familie Lobkowitz den Hof, gefolgt von der Familie Kotz aus Dorsch und schließlich von Mitgliedern einer anderen ursprünglich böhmischen Familie, der Familie Malowetz von Malowic. Zu deren Zeiten gab es zwei Schlösser, eine Brauerei und mehrere Glashütten, darunter auch Glasschleif- und Polieranlagen. Nach 1884 verließ die Familie Malowetz den Ort und mit ihr verschwand auch der Wohlstand des Forstbetriebs.
Beide Schlösser in Waldheim verschwanden, aber die Glasschleifereien, die in den Besitz jüdischer Unternehmen übergingen, blieben bis in die 1940er Jahre in Betrieb.
Im Hinteren Waldheim, dem jüngeren Teil des Ortes, gab es 21 Anwesen, in denen 138 Menschen deutscher Nationalität und 1 Ausländer lebten. Am 26. April 1945 drang die amerikanische Armee über die Waldheimstraße nach Böhmen ein. Um 1955 wurde Waldheim im Zusammenhang mit der Errichtung des Eisernen Vorhangs abgerissen.

Gedenkstätte Todesmärsche:
Kurz vor Alt Fürstenhütte (Stará Knížecí Huť) befindet sich auf der rechten Seite eine Gedenkstätte. Hier wird an 37 Opfer des Konzentrationslagers Buchenwald erinnert, die bei den sogenannten Todesmärschen ums Leben gekommen sind. Ein weiteres Denkmal befindet sich bei Lesná am Friedhof. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Überreste der Opfer in ein Massengrab nach Tachov Mohyla überführt.

PSU Alt Fürstenhütte:
Fast gegenüber an der Gedenkstätte befindet sich noch eine gut erhaltene PSU (PS-Unterkunft). Eine alte Kaserne der Tschechoslowakischen Grenzwachtruppen. Zu sehen ist auch noch ein alter Wachturm der an der Grenze als Beobachtungspunkt eingesetzt wurde. Die PSU darf man nicht betreten. Sie ist in Privatbesitz einer Firma.

Alt Fürstenhütte (Stará Knížecí Huť):
Die Gemeinde Alt Fürstenhütte (Stará Knížecí Huť) gründete wahrscheinlich am Anfang des 18. Jahrhunderts die Lobkowiczer. Zum ersten Mal wird sie in den Quellen im Jahr 1738 erwähnt, damit sie von der nahen Nová Knížecí Huť (Neue Fürstenhütte) unterschieden wurde. Der Ort Alt Fürstenhütte ist nicht ganz untergegangen und existiert bis heute als eine der wenigen Siedlungen in diesem dünn bevölkerten Grenzgebiet.

Obstwiese:
Wichtige Zeugen der Vorkriegsbesiedlung im Oberpfälzer Wald sind alte Obstbäume. Unter den überlebenden Bäumen bei den Ruinen der Untergegangen Dörfer können sich die letzten Exemplare von Sorten befinden, deren Eigenschaften wie etwa hohe Frostfestigkeit oder
Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge, Ertrag und Fruchtqualität sich über Jahrhunderte bewährt haben. Leider sterben die meisten dieser Gehölze aufgrund ihres hohen Alters und äußerer Einwirkungen nach und nach ab. Ihre Identifizierung, Vermehrung und Neuauspflanzung in der Landschaft sind die einzige Möglichkeit, sie zu erhalten.
Neu Fürstenhütte (Nová Knížecí Huť): Die ersten direkten Erwähnungen der „neuen Fürstenglashütte“ erschienen im Jahr 1743, als sie Pavel und Vít Kambo, Jan Willfurth und Oldřich Stadler vermietet hatten. Bei der Glashütte befand sich der Huťský Teich (der blieb hier bis heute), der die lokale Glasproduktion und die angeschlossene Produktion mit Wasser versorgte.
Vom Damm des Teiches in Nova Knížecí Hut' bis zur Staatsgrenze legt der Hüttenbach knapp 4 km zurück, und versorgte ca.10 Veredlungsbetriebe. Unterhalb des Damms arbeiteten Hammerwerke, die Quarz und Glasbruch zermalmten; außerdem standen hier die Schleifereien, die Anna-Schleife, die Arnost-Poliererei, die Malowetz Brettsäge, eine Schleife und Polierwerkstätte in Josefové údoli (Josephsthal) und schließlich die Hüttenmühle.
Im Jahr 1826 übernimmt das hiesige Herrschaftshaus die Funktion des Verwaltungssitzes, unter den die umliegenden Dörfer, die Glashütte und auch die Schleifereien gehörten. Das ganze Glasbläserdorf bestand aus 13 Häusern, in denen 123 Einwohner lebten. Die Hütte ging wahrscheinlich kurz nach dem Jahr 1884 unter.

Arnošt Flachglaspolieranlage:
Die Polieranlage wurde ursprünglich durch ein Wasserrad angetrieben und nach 1910 durch eine Wasserturbine mit Strom versorgt. Die Ruinen der Arnost-Poliererei, die auch als Neuwerk bekannt ist, bieten ein ganz besonderes Schauspiel. Hier können Besucher eine einzigartige Poliermaschine besichtigen, die 1910 in der Klatauer Maschinenwerkstatt von Leopold Schifauer hergestellt wurde.
Und wie funktionierte die Anlage?
Die Glasscheiben, die durch die Schleifmaschinen gingen, waren glatt, aber völlig undurchsichtig. In den Polierwerkstätten wurden sie deshalb auf die untere Steinplatte geputzt und mit einer weiteren, mit Filz belegten Eisenplatte nach und nach in kreisenden Bewegungen poliert. Zum Polieren wurde eine rote, je nach Bedarf mit Wasser verdünnte Schleifpaste Namens Potte verwendet. Dies ist bis heute für den rot gefärbten Ton im Wasser in unserer Gegend verantwortlich.

Nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach dem 2.Weltkrieg übernahm die Verwaltung der damaligen Tschechoslowakei, die zehn Glashütten und Dörfer der Grenzzone und errichteten den Eiserner Vorhang. Arnošts Poliererei, über dem sich in seiner Blütezeit sogar ein einstöckiges Gebäude befand, wurde von Baggern abgerissen ebenso die Häuser und die restlichen Fabriken.
Im Jahr 2013 wurde der Metallkoloss von Schutt befreit, gereinigt und bei dieser Gelegenheit wurde der Eingang zum Keller entdeckt, wo sich die Getriebe und Zahnräder befanden, die die beweglichen Teile der Maschine drehten. 2015 wurde der rekonstruierte Teil der Polieranlage überdacht und mit einer Informationstafel versehen.
Es ist die einzige Poliererei in dieser Größe auf der Welt.
Altpocher (Stoupa)
Stoupa, oder auch Starý Pocher, gehörte zur Gemeinde Česká Ves (Böhmischdorf) und ist einer der vielen Siedlungen des Bezirks Tachau, die im Zusammenhang mit Glasproduktion entstanden. Der Nachkriegsname gab der Siedlung das Pochwerk für Quarzzerkleinern für Stará Knížecí Huť (Alt Fürstenhütte), die an der Stelle der Siedlung wahrscheinlich schon im Jahr 1710 stand, als in Stará Knížecí Huť der Betrieb eröffnet wurde. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts kamem zum Pochwerk die ersten Hütten. Nach der Beendigung des Betriebs in Stará Knížecí Huť wurde das Pochwerk zum Gasthaus umgebaut.
Stoupa (Altpocher) entwickelte sich und im Jahr 1930 hatte die Siedlung (zu ihr gehörte auch die Einöde Josefovo údolí (Josefsthal) 27 Häuser, in denen 159 Einwohner lebten. Auch für diese Siedlung wurde nach dem Krieg schicksalhaft, dass sie sich in der Grenzzone befand. Die Siedlung verschwand amtlich im Jahr 1952.
An der Gablung Altpocher (Stoupa) hier befindet sich auch der Gedenkstein der Heimatvertrieben und ein Gedenkstein aus dem Jahr 1896, der an den Bau der Straße nach Böhmischdorf erinnert, die 1892-1894 erbaut wurde.
Panzersperre:
Zur Jahreswende 1937/1938 wurde hier eine Schranke mit einer Durchfahrtsbreite von 3,5 Metern errichtet. Das gezielte Überschreiten dieser Schranke durch den Feind wurde als ein Akt der Aggression gegen die Tschechoslowakei gewertet. Die Schranke befindet sich an der Straße Neudorf - Zlatý Potok (Goldbach), und ursprünglich war die Straße durch eine Schranke in Form eines umgekehrten U blockiert. Die Schranke wurde wahrscheinlich zu Beginn des Zweiten Weltkriegs entfernt. Dies ist die letzte erhalten Panzersperre an der Bayrisch Tschechischen Grenze. Bei Hermannsreuth sind noch Fundamente einer Sperre erhalten.
Für die Tour gibt es keine Wegbeschreibung in Schriftform. Nur als GPX Datei, die auf Komoot und den weitern Wanderapps (linktr.ee/owvgeo) hinterlegt ist.

Quellen:

linktr.ee/owvgeo (Link zu den Kanälen incl. Wanderapps)

bayern-boehmen-goldenestrasse.eu

memory.cpkp-zc.cz

bund-naturschutz.de/pressemitteilungen/gruenes-band-bayern-tschechien-lebendiges-symbol-der-voelkerverstaendigung

kudyznudy.cz/aktivity/arnostova-lestirna-v-ceskem-lese

onetz.de/deutschland-und-die-welt-r/lokales/vor-70-jahren-marschieren-deutsche-truppen-ueber-waldheim-in-die-tschechoslowakei-ein-soldaten-mit-blasmusik-begruesst-d1520726.html

maps.arcanum.com/de/map/europe-19century-secondsurvey/?layers=158%2C164&bbox=1381622.578206282%2C6393946.985199835%2C1393250.6569723827%2C6397949.815048518

tachovsky.denik.cz/zpravy_region/novou-vzpominku-na-pochody-smrti-maji-v-lesne-a-u-stare-knizeci-huti-20220426.html

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Grenzüberschreitender Wanderweg.

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Poskytuje OWV Georgenberg
Vytvorené dňa 16. mája 2024
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