Rheinsteig 10. Etappe Koblenz-Ehrenbreitstein - Niederlahnstein (Nord-Süd)
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Wegbeschreibung
Am Pfaffendorfer Ufer, beim Anleger der Personenfähre, beginnt die RS-Etappe nach Niederlahnstein. Erstmals seit dem Start in Bonn darf man für mehr als einen Kilometer unmittelbar...
Wegbeschreibung
Am Pfaffendorfer Ufer, beim Anleger der Personenfähre, beginnt die RS-Etappe nach Niederlahnstein. Erstmals seit dem Start in Bonn darf man für mehr als einen Kilometer unmittelbar am Fluß flanieren. An der Kirchgasse kehrt man dem Rhein den Rücken, läuft unter der Bahntrasse und kurz darauf auch unter der B 42 durch und erreicht das wildromantische Bienhorntal. Stets nah am munteren Bach wandert man durch das idyllische Tal bergan, in dem bis 1950 Rotwein kultiviert wurde.
Nach deutlichem Höhengewinn unterquert man die B 49 und schwenkt rechts über den Bach in den Wald. Nach Passieren einer Waldwiese am Wachheckerkopf stößt man auf die Alte Heerstraße, quert sie und widmet sogleich wieder dem entspannten Waldwandern. Zunächst verläuft der RS fast eben, bis ein Linksknick den nächsten strammen Anstieg einläutet. Schritt für Schritt erobert man den Liedches Berg und freut sich, als endlich die Kuppe überschritten ist. Schon bald biegt der RS rechts ab und führt auf federndem Waldweg stramm abwärts. Als sich der Pfad schließlich in Serpentinen talwärts windet, lädt die Hunsrück Liege mit tollem Blick aufs Lahntal und die Allerheiligenkapelle zur Pause ein. Danach senkt sich der RS weiter steil ab, bis er auf einen hangparallel verlaufenden Wanderweg stößt. Ohne große Anstrengung kann man nun wieder ganz dem Wandervergnügen frönen, während Blicke ins Lahntal für Hochstimmung sorgen.
Dann biegt der RS scharf rechts ab und setzt zum nächsten steilen Abstieg an. Deutlich tiefer stößt man unweit einer kleinen Schutzhütte auf einen Querweg. Der RS biegt links Richtung Ruppertsklamm ab. Wer sich die Begehung der Klamm nicht zutraut, oder wenn es die Witterung nicht erlaubt, kann man hier auf einen Serpentinenpfad wechseln, der am unteren Ende der Klamm auf den RS trifft.
Der RS folgt dem Weg durch die Hangflanke und passiert dabei einen traumhaften Ausblick auf die Lahn, die Allerheiligenkapelle und Burg Lahneck. Begeistert wandert man weiter und trifft schließlich an einer großen Schutzhütte ein: das obere Ende der berühmten Ruppertsklamm ist erreicht! Der RS biegt rechts ab und rasch beginnt über Stege ein munteres Hin und Her über den Bach. Felsen rücken immer näher an den Pfad und bald gilt es eng am Fels den Abstieg zu meistern. Seilsicherungen helfen dabei, doch sehr gute Trittsicherheit und gutes Schuhwerk sind hier ein absolutes Muss. Bei Eis und Schnee sollte man die Klamm nicht begehen. Schließlich ist die Herausforderung gemeistert und der Bach ein letztes Mal gequert. Das Portal der Ruppertsklamm entlässt den Wanderer aus Klamm und Wald auf den Gehweg neben der B 260. Der Kontrast könnte nicht größer sein, doch bald senkt sich der Fußweg ab und man folgt unterhalb der B 260 der Emser Landstraße bis zu deren Querung an einem Wegweiser. Auf der anderen Seite nimmt man für heute Abschied vom Rheinsteig, der links abbiegt.
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