Johannes von Nepomuk gehört zu den in Niederösterreich am meisten verehrten Heiligen, den sein gewaltsamer Tod auf der Prager Karlsbrücke zum Schutzherrn der Brücken machte.
Er stammte aus dem Städtchen Pomuk (später Nepomuk) in Südböhmen, wo er um 1350 geboren wurde. 1370 trat er zunächst als öffentlicher Notar in den Dienst des Prager Erzbischofs und machte ab 1380 eine Karriere: Priesterweihe, Jusstudium mit Erlangung der Doktorwürde, Ernennung zum Kanoniker des Domkapitels am Prager Vysehrad, einer der angesehensten kirchlichen Institutionen Böhmens, und schließlich Berufung zum Generalvikar des Erzbischofs Johann II. von Jenstein.