Aufstieg zur Knittelkarspitze (2376m) | Auf einsamen, alpinen Pfaden ins Panorama
Aufstieg:
Vom Parkplatz aus wenden wir uns in Richtung des Ortsschilds Kelmen und folgen der Teerstraße durchs Dorf. Diese beschreibt eine Rechtskurve und bringt uns linker Hand des Gasthofs Wetterspitz...
Aufstieg:
Vom Parkplatz aus wenden wir uns in Richtung des Ortsschilds Kelmen und folgen der Teerstraße durchs Dorf. Diese beschreibt eine Rechtskurve und bringt uns linker Hand des Gasthofs Wetterspitz zum ersten Wegweiser. Wir biegen links ab, dem Schild „Knittelkarspitze“ folgend. Nachdem wir die letzten Häuser hinter uns gelassen haben, folgen wir kurz einem Bach und steigen ein Stück auf, bis zum nächsten Schild. Dort biegen wir erneut links ab (Wegweiser: „Knittelkarspitze; Steinkar; Galtjoch“).
Der Forstweg zieht sich in zwei Serpentinen nach oben; an der oberen passieren wir eine kleine Holzhütte. Der Weg wird flacher, und nach einer sanften Rechtskurve steigen wir in einer folgenden Linkskurve rechts in einen unbeschilderten Steig ein.
Da dieser nur als Abkürzung dient, kann man auch einfach dem Forstweg weiter folgen.
Wir versuchen diesen aber so gut wie es geht zu meiden und folgen dem Pfad steiler bergauf. Dieser quert die Forststraße zweimal; beim dritten Mal müssen wir ihr ein kurzes Stück folgen, bevor links wieder ein Steig abzweigt.
Unabhängig davon, welche Variante man wählt – beide Wege führen zu einem weiteren Wegweiser, der uns nach rechts auf einen Waldsteig schickt (Wegweiser: „Knittelkarspitze; Klemer Jöchl“).
Etwa 20 Minuten folgen wir diesem durch schattigen Wald und gewinnen zügig an Höhe. Schließlich lichtet sich der Wald, und wir stehen vor einer großen und vor allem steilen Wiese.
Die Befürchtung, dass wir diese in endlosen, steilen Serpentinen überwinden müssen, bewahrheitet sich zum Glück nicht: Der Pfad zieht weiter nach links und leitet uns durch eine Lichtung bergauf.
Nach etwa 45 Minuten Aufstieg ab dem letzten Wegweiser quert der Steig einen steilen Hang. Ein kleines Kar – brüchig und abschüssig – muss dabei vorsichtig überquert werden.
Kaum geschafft, erreichen wir den Kamm oberhalb des Pirchecks und genießen zum ersten Mal etwas Aussicht.
Wir blicken auf den Verlauf des Reuttener Höhenwegs zur Steinkarspitze und zum grasigen Galtjoch. Vor allem aber sehen wir nun erstmals unseren bevorstehenden Weg durchs Steinkar.
Wir folgen dem Kammverlauf bis zum Wegweiser „Knittelkarspitze“. Dort durchqueren wir einen Zaun und folgen dem Pfad rechts vom Schild weiter. Ein markanter Stein mit „KS“-Markierung weist uns den Weg über eine Wiese mit Latschenkiefern.
Hinweis: Hier kann es bereits am Vormittag sehr heiß werden.
Schon früh können wir in der Ferne den nächsten Wegweiser erkennen. Dort angekommen biegen wir links ab ("Knittelkarspitze") und folgen dem Pfad nun immer weiter auf die felsigen Wände zu.
Kurz bevor wir das Steinkar zu seiner rechten und oberhalb umrunden, entdecken wir noch den Abzweig zur "Hinteren Steinkarspitze", welche wir ignorieren.
Ab dem Punkt, an dem die Wiese endet und das Kar beginnt, sind absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich.
Wichtig:
"Ab hier wird es ausgesetzt und luftig, mit Kletterstellen bis zum I. Schwierigkeitsgrad sowie Schrofen- und Gratpassagen – oft in bröseligem, gerölligem Gelände. Die folgenden Beschreibungen konzentrieren sich auf die wichtigsten Schlüsselstellen, nicht auf jede ausgesetzte Passage."
Bereits die Querung des Kars verlangt volle Aufmerksamkeit – einzelne Stellen sind unangenehm rutschig.
Wir erreichen das Lot des bereits früh sichtbaren Felsaufbaus. Dort wendet sich der Steig rechts und führt uns über eine schräge Platte. Seitlich kann man sich gut festhalten.
Ein roter Pfeil weist uns nach links. Wir kraxeln entlang des ersten Drahtseils über Schrofen und eine weitere Platte.
Nach der ersten Drahtseilpassage wartet eine kurze, felsige Stelle im I. Schwierigkeitsgrad – ohne Drahtseilhilfe. Danach geht es über kleine Serpentinen weiter zur nächsten Drahtseilpassage.
Dort führt das Drahtseil entlang einer Felswand hinauf und wir steigen zur nächsten Anhöhe. Oben angekommen, folgen wir dem markierten Steig weiter und entdecken linker Hand ein weißes Schild „Knittelkarspitze“. Von dort führt ein Drahtseil durch eine Rinne entlang einer Felswand hinauf – die Schlüsselstelle der Ostseite.
Anschließend quert der Steig linker Hand den Hang weiter hinauf – schroff, aber gut markiert – bis zum Kammverlauf.
Dort angekommen sehen wir endlich den Gipfel.
Gleichzeitig wird klar: Es liegt noch eine gute halbe Stunde ausgesetzter Gratweg vor uns.
Wir halten uns rechts, folgen dem Pfad oberhalb des Kars und an ein paar Felsblöcken vorbei zu einer ersten, grasigen Anhöhe.
Dort wartet die letzte Drahtseilstelle – zugleich die Schlüsselstelle des Kammverlaufs – und sie hat es in sich: Beidseitig steil abfallend, verlangt sie zunächst ein kurzes Abklettern, bevor es über eine glatte, felsige Platte wieder aufwärts geht. Die Kombination aus Höhe, Enge und Kletterei kann einem hier durchaus kurz den Atem stocken lassen.
Dank Drahtseil lässt sich die Stelle aber gut überwinden. Oben angekommen, geht es nochmals ein Stück bergab. Auch dieser Abstieg ist steil, rutschig und ausgesetzt.
(Ein kontrolliertes „Poporutschen“ kann hier hilfreich sein.)
Ein roter Pfeil am Felsen leitet uns links an einem Felsblock vorbei – „vorbei“ im Wortsinn: Man schrammt direkt an der Felswand entlang.
Ab hier ist der schwierigste Abschnitt der Tour geschafft.
Im ständigen Auf und Ab folgen wir dem Steig über Rinnen, Schrofen und eine schmale Gratpassage bis zum finalen Anstieg. Dieser zieht sich in Serpentinen über schiefriges Gelände und einen kurzen Grasabschnitt hinauf zum felsigen Gipfel der Knittelkarspitze.
Über Namlos
Keine Unterwegs
Áno
Áno
Áno
Normale Wanderausüstung
Navi Adresse: Kelmen 1, 6622 Kelmen, Österreich
Autobahn München - Garmisch und am Autobahnende weiter durch Oberau Richtung Garmisch. Nach dem Tunnel rechts Richtung Reutte/Fernpass abbiegen. Durch Garmisch und Grainau und weiter bis nach Tirol fahren. Am Ende der Straße bei Ehrwald rechts Richtung Lermoos abbiegen. Durch Lermoos hindurch fahren und weiter Richtung Reutte orientieren bei Bichlbach links abbiegen (Ausschilderung Bichlbach/Berwang). Über Bichlbach und Berwang bis nach Rinnen fahren. Bald nach dem Ortsende von Rinnen rechts Richtung Namlos abbiegen. Vor der Ortschaft Kelmen, rechts auf dem Parkplatz fahren.
Wanderparkplatz Kelmen
- Höchster Gipfel der Liegfeist-Gruppe
- Markante Felswände aus Plattenkalk aus der Trias Zeit
- Erweiterbar durch den Reuttener Höhenweg und die Steinkarspitze
- Nur mit gut geübten Hunden machbar
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