Rundtour auf den vorderen Igelskopf
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Bergrunde von Ehrwald auf den vorderen Igelskopf auf teilweise einsamen Pfaden ohne Benutzung der Ehrwalder Almbahn. Wir parken am Großparkplatz der Ehrwalder Almbahn, wo morgens schon viele bergbegeisterte...
Bergrunde von Ehrwald auf den vorderen Igelskopf auf teilweise einsamen Pfaden ohne Benutzung der Ehrwalder Almbahn. Wir parken am Großparkplatz der Ehrwalder Almbahn, wo morgens schon viele bergbegeisterte Mitmenschen sich für den herrlichen Herbsstag zum sportln rüsten. Die meisten fahren jedoch mit der Bahn nach oben, so das wir den jetzigen Aufstieg komplett für uns haben. Zuerst gehts nach rechts ein kurzes Stück über einen Forstweg zum Immensteig, der von Anfang an ausgeschildert ist. Der Forstweg mündet dann in einen gemütlichen Wanderweg, der durch einen schönen Wald leicht bergauf hochzieht.
Dann das Schild "nur für Geübte" das kann im Prinzip alles heißen, es gibt bei dieser Formulierung keine Abstufung.
Wir sind Geübt und kommen dann an die erste Stelle, wo die leichte Kraxelei beginnt. Stöcke wegpacken und dann immer am Drahtseil mäßig schwierig durch Felspartien nach oben, zwischendrin dann auch mal Gehgelände und evtl. an manchen Stellen leicht ausgesetzt, wegen der steilen Hangneigung. Dieser Hang scheint den ganzen Tag im Schatten zu sein, deshalb sorgt der Morgentau für ganztägige Nässe. Da hier auch Wurzeln und Erde vorkommen sollte man aufs ausrutschen aufpassen, das wäre hier dann verheerend. Deshalb auf jeden Fall große Vorsicht, auch wenn es zunächst wie ein leicht machbarer Steig erscheint.
Oben angekommen läuft man flach weiter durch einen wunderschönen bemoosten Wald mit vielen Pilzen (jetzt im September).
Dann kommt man auf einen Forstweg, den man nach links weiterläuft bis man am Igelsee vorbeikommt. Vom See ist leider nicht mehr viel übrig - eher ein Sumpfbecken. Da wo der Forstweg nach links abschwenkt laufen wir in einen unbeschilderten Karrenweg (geradeaus) hinein. Diesen verfolgen wir ca. 5 min, bis dieser eine 90 Grad Linkskurve vollzieht. Hier kommt ein Weidezaun und sofort nach dem Weidezaun rechts in einen unmarkierten Pfad einbiegen. Diesen Pfad verfolgen wir nun für lange Zeit bis zur Igelscharte. Unten wunderbahre Wegführung gleichmäßig ansteigend durch Lärchenwald und Kiefern, von hier aus permanente Aussicht auf das gegenüberliegende Zugspitzmassiv. Weiter oben kommt man dann auch über schottrige Abschnitte zunehmend weiter hinauf ins Igelskar. Ab hier dann immer wieder rote Punkte, der Weg ist zwar schwach aber nicht zu verfehlen. Dann kommt eine Weggabelung wo es links zur Breitenkopfhütte geht und rechts Richtung Igelsscharte. Von hier aus noch ca. 20 min zur Scharte über Schotterfelder und weiter oben dann Graspolster.
Oben auf der Scharte sieht man ins Brendlkar und auf beide Tajaköpfe. Hier geht dann in nordöstlicher Richtung ein Pfad nach oben, der zum Gipfel führt. Zwischendrin ist dieser steil und bröselig - rutschig, aber nie wirklich ausgesetzt. Man kann stellenweise auch auf Graspolster ausweichen, die neben dem Weg besseren Halt versprechen. Vor allem beim Abstieg ist größte Konzentration bei der Trittwahl angesagt, ausrutschen könnte hier fatale Folgen haben.
Auf dem Gipfel dann herrliche Aussicht mit 360 Grad Panorama und absolute Ruhe. Vor allem weil dieser Gipfel nur selten besucht wird, wenn man dem Gipfelbuch glauben darf.
Gleicher Weg wieder zurück zur Scharte und dann Abstieg nach Westen über ein Schotterfeld auf eine große grasige, ebene Fläche.
Der schottrige Abstieg gehört nicht zu den schönsten Abschnitten der Tour, er ist aber nicht lang und nach 15 Minuten hat man wieder sichern Boden unter den Füssen. Auf der grasigen Fläche läuft man schräg rechts (nordwesten) wieder zu den felsigen Abschnitten hinüber. Dort dann auch wieder rote Punkte, die einen zum Hauptweg leiten, der vom hinteren Tajatörl herunterkommt. Ab hier dann den Hauptweg bergab verfolgen, vorbei am schönen blauen Brendlsee über Schotter hinunter zu einem breiten Wanderweg, der Quer zur Gehrichtung verläuft. In diesen nach rechts einschwenken und immer weiter verfolgen gemäß den Wegweisern zur Ehrwalder Almbahn. Vor der Station gehts noch einmal bergab, über einen Bach und dann wieder kurz bergauf zur Bahnstation. Von dort aus den Fahrweg nach unten verfolgen.
Die gesamte Tour ist sehr abwechslungsreich was Aussicht und Gehgelände betrifft. Ca. 60% des Weges ist eher einsam, obwohl wir mitten im touristischen Hotspot sind. Die restlichen Strecken (Hauptweg am Brendlsee und Abstieg Ehrwalder Albahn) sind dann doch recht stark frequentiert, je nach Ferienzeiten oder Wochenend- Feiertagssituation.
Schwierigkeiten: Immensteig T3, Weg zur Igelscharte T2, Gipfelweg zum Igelskopf T3+, Abstieg T2.
Man kann das Ganze auch Mithilfe der Bahn bewältigen, dan ca. 400hm weniger im Auf und Abstieg
Ehrwalder Almbahn
AV Karte Wetterstein
Áno
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Normale Bergausrüstung mit Stöcke. Auf dem Immensteig ist ein Helm empfehlenswert.
Trttsicherheit und Schwindelfreiheit sind absolute Voraussetzungen. Der Immensteig ist "schwarz" ausgeschildert und "nur für Geübte" gekennzeichnet.
Mit dem Auto zur Ehrwalder Albahn
Mit dem Zug nach Lermoos, von dort mit dem Bus zur Ehrwalder Almbahn.
Parken an der Ehrwalder Almbahn
Viel Zeit einplanen für ausgiebiges Gipfelvesper
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